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Gastspielabend des bekannten Bergsteigers Hartwig Erdenkäufer mit seinen preisgekrönten Filmen am 01.12.2025
Fritz Jordan, hatte mir für den nächsten Clubabend die Adresse des bekannten Bergsteigers Hartwig Erdenkäufer aus Zirndorf bei Nürnberg vermittelt. Er ist ein langjähriger Freund von ihm.
Hartwig Erdenkäufer „Schnatz“ ist am 29.05.1937 geboren und ein Urgestein in der deutschen Filmbranche der durch seine hervorragenden Berg- und Wildwasserfilme sehr bekannt ist. Warum eigentlich „Schnatz“ – das ist sein Spitzname. So dürfen seine Freunde ihn nennen.
Hartwig Erdenkäufer zählte während der sechziger und siebziger Jahre zu den aktivsten und leistungsstärksten Kletterern in Deutschland. Seine Unternehmungen haben sich nicht nur auf das Mittelgebirge beschränkt, sondern auch in den Ost- und Westalpen sind ihm große Begehungen gelungen. Zusammen mit seinem Bruder Armin meisterte Hartwig Erdenkäufer in den 1950er Jahren einige Erstbegehungen.
Die Nürnberg-Fürther Seilschaft Otto Sigl, Wilhelm Pöppl sowie Armin und Hartwig Erdenkäufer sorgte 1969 wieder für Schlagzeilen: Sie durchstiegen als erste die Nordwand des 2371 m hohen Oberrheintaldoms, eine der letzten bisher unbezwungenen Zonen des Wettersteingebirges. Alle Vorgänger hatten vor dieser Strecke kapituliert. Insgesamt zehn Stunden dauerte das waghalsige Unternehmen, absolviert mit Freiklettern im Schwierigkeitsgrad sechs.
Neben spektakulären Kletterszenen erfahren wir so manche Details über das Klettern. So diente ein mit Zeitungspapier ausgestopfter Hut in den 50er Jahren beispielsweise als Schutz gegen Steinschlag. Kaum vorstellbar in der heutigen Zeit, wo eine perfekte Ausrüstung selbstverständlich ist. Die im fränkischen Dialekt besprochenen Filme zeigen die Entwicklung des Bergsports.
Uns zeigte der erfolgreiche Bergsteiger drei seiner mehrfach preisgekrönten Filme.
Um extremes Wildwasser, das von den Kajakfahrern viel abverlangt, geht es im Video „Schwarzbach – Wildwasser“.
„WARUM“. Ein junger Bergsteiger stürzt vom Berg, überlebt das dramatische Erlebnis, den 500-Meter-Absturz an der Marmolata und fragt sich warum bin ich gefallen?
Wir erfahren interessante Details übers Klettern bzw. über die erste Freikletterbegehung im Film „Totenkirchl Westwand – Erinnerungen eines fränk. Bergsteigers“. Der ca. 30min. Kultklassiger entstand Mitte der neunziger Jahre wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. U.a. mit dem Mario-Bello-Preis beim internat. Bergfilmfestival in Trient und beim Kathmandu-International-Mountain-Filmfestival in Nepal, wurde er als einziger deutscher Bergfilm nominiert.
1998 beim 4. Bergfilmfest in St. Anton belegte der Film, mit einem Punkt Rückstand, den 2. Publikumspreis hinter „Sieben Tage in Tibet“, der millionenschweren Hollywoodproduktion des französischen Starrregisseurs Jean-Jacques Annaud. Ein sensationelles Ergebnis, wenn man bedenkt, dass Erdenkäufer mit einem Mini-Etat von 25.000 DM auskommen musste.
Spektakuläre Filme, ein großartiger Abend mit einen phantastischen Bergsteiger und Autor !